Private Psychotherapie

Private Psychotherapie vs. Psychotherapie über Kasse

6 Gründe warum du eine Behandlung in der Privatpraxis in Erwägung ziehen solltest.

Wenn wir in einer akuten Krisensituationen stecken, brauchen wir Hilfe und zwar sofort. Doch auf einen Termin bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung wartet man heute manchmal bis zu einem halben Jahr.

In dieser Zeit kann sich unser Zustand weiter verschlechtern. Daher bist du gut beraten, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und eine private Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Denn bei einem Therapeuten in Privatpraxis gibt es Termine oft innerhalb weniger Tage oder Wochen und der Therapeut bzw. die Therapeutin kann sogar auf ein noch breiteres Methoden-Spektrum zurückgreifen.

Und das sind nur zwei von 6 wichtigen Vorteilen der privaten Psychotherapie:

Seit Jahrzehnten gilt in Deutschland: Jeder Bürger hat die Möglichkeit, seine psychotherapeutische Behandlung über die gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen. Das ist ein Segen und absolut keine Selbstverständlichkeit in unserer heutigen Welt.

Doch die Vorzüge unseres Sozialstaates beginnen mehr und mehr zu bröckeln. Angeschoben durch Ereignisse wie der Corona-Pandemie brennt es an allen Ecken und Enden und Vater Staat weiß gar nicht mehr, wo er zuerst eingreifen soll.

Dass in einer solchen Ausnahmesituation mehr Therapieplätze für eine immer größer werdende Anzahl an gestresster und traumatisierter Bürger geschaffen werden sollte, scheint ein Ding der Unmöglichkeit.

Dabei brauchen Menschen in akuten Krisensituationen sofort Hilfe. Die Heilung einer erkrankten Seele kann genauso wenig auf die lange Bank geschoben werden wie die Behandlung eines gebrochenen Fußes.

Dessen ist sich jedoch nicht jeder bewusst. Zu viele warten immer noch, bis sich das Gesundheitssystem um sie kümmert. Eine solche Haltung kann gravierende Folgen nach sich ziehen.

Immer mehr Psychotherapeuten gehen daher einen anderen Weg und verzichten freiwillig auf die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Denn es besteht eine größere Aussicht auf Erfolgt, wenn der Patient zur Zeit der Entstehung des Problems zu uns kommen kann und nicht erst viele weitere Monate warten muss.

Die private Psychotherapie hat daher den klaren Vorteil:

1. Es bestehen kaum Wartezeiten in Privatpraxen.

Anstatt drei bis sechs Monate auf eine Behandlung zu warten, bekommst du in den meisten Privatpraxen bereits innerhalb weniger Tage oder Wochen einen Ersttermin. Somit haben wir die Möglichkeit zu intervenieren, bevor das Problem volle Fahrt aufnimmt und es zu einer ausgereiften Störung kommt.

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2. Die Privatsphäre kann gewährt werden.

Nicht selten vermeiden Personen den Gang zum Psychotherapeuten, um nicht von Bekannten oder Verwandten erkannt zu werden. Besonders Menschen in Führungspositionen ist ein hohes Maß an Diskretion wichtig. In meiner Praxis lege ich Termine so, dass sich die Klienten nicht im Warteraum begegnen.

Selbst größere Städte wie Hagen sind Dörfer, wenn es um stigmatisierende Eigenschaften wie eine psychologischen Erkrankung geht. Dies ist mit ein Grund, warum sich psychologische Online-Behandlungen, die ich ebenfalls in meiner Praxis anbiete, immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Natürlich unterstehen wir als Private Psychologen und Heilpraktiker genauso der Schweigepflicht wie jeder andere Arzt und Psychotherapeut.

3. Du vermeidest die amtliche Registrierung einer psychopathologischen Diagnose

Ein weiterer Punkt, über den sich viele nicht bewusst sind, ist die Notwendigkeit einer Diagnose für eine Kassenbehandlung. Die Diagnose wird vom Hausarzt gestellt, wodurch eine Kostenübernahme der Krankenkassen für eine psychotherapeutische Behandlung erst möglich wird. Diese Diagnose wird jedoch registriert und kann sich auf die (berufliche) Karriere nachteilig auswirken.

So greifen etwa Krankenkassen oder Berufsunfähigkeits-Versicherungen auf jene Informationen zurück, um über Aufnahmeanträge zu entscheiden. Auch im Prozess einer Verbeamtung spielen derartige Vorinformationen eine Rolle sowie bei der Entscheidung rund um die Besetzung von Führungspositionen.

Auch bei juristischen Prozessen können einst gestellte Diagnosen negativ auf das Verfahren einwirken. Zwar steht der Arzt unter Schweigepflicht und die Gutachter sind angehalten, sich nicht von früheren Diagnosen beeinflussen zu lassen. Doch ist die Enthebung der Schweigepflicht für ein Gutachten ein Routineverfahren und wenn ein Richter „F31-Bipolare affektive Störung“ in der Akte liest, macht das unweigerlich Eindruck (Stichwort „primacy-effect“ oder „halo-effect“).

In meiner Privatpraxis ist eine Diagnosestellung keine Voraussetzung für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Ein derartiger „Stempel“ mag der Kommunikation innerhalb eines Ärzteteams und der Beantragung weiterer Fördermaßnahmen dienen, doch ist er für unsere Aufarbeitungs- und Heilarbeit in der Psychotherapie nicht von Nöten.

4. Wir Privattherapeuten haben mehr Möglichkeiten der Behandlung.

Während die Krankenkasse nur Behandlungen nach verhaltenstherapeutischen, systemischen und psychoanalytischen Methoden bezahlt, kann in einer Privatpraxis die Wahl der Methode und auch die Länge der Behandlung ganz an das Bedürfnis des Klienten angepasst werden.

So kann ich in meiner Praxis zusätzlich zu den klassischen Behandlungsmethoden wie der Systemischen Therapie auch auf tiefgreifendere Verfahren zurückgreifen wie etwa der Hypnose oder der Reinkarnationstherapie.

Auch Präventionen und Kurzzeittherapien sind im meiner Praxis möglich. So ist es mehr die Regel als die Ausnahme, dass meine Klienten ihr „Thema“ nach etwa drei bis sechs Sitzungen zu einem erfolgreichen Abschluss bringen können.

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5. Eine Privatsitzung kann helfen die Zeit bis zur Aufnahme bei einem Kassentherapeuten oder bis zum Beginn der Kur zu überbrücken.

In Notsituationen, in denen kaum finanzielle Ressourcen vorhanden sind, kann bis zur Aufnahme bei einem Kassentherapeut oder bis zum Beginn der Kur die Leistung eines Privattherapeuten in Anspruch genommen werden.

So biete auch ich für Studenten oder Harzt IV-Empfänger Sondertarife an, um Ihnen eine Unterstützung zu ermöglichen.

6. Die Kosten sind geringer als du glaubst.

Kaum einer weiß, wie teuer ein Krankenhausaufenthalt, ein MRT-Scan oder eine Operation tatsächlich ist. Hier gehen die Beträge schnell in den vierstelligen Bereich und wir sind froh, dass die Kasse diese Kosten übernimmt.

Verglichen damit sind die Kosten für eine seelische Behandlung (die auf keinen Fall weniger bedeutsam ist als die Behandlung des Körpers) verschwindend gering.

Wir rechnen durch:

Wie bereits erwähnt, bieten wir meist um die sechs Sitzungen zu jeweils ein bis zwei Stunden an. Wiederum abhängig davon, ob der Therapeut 60€ oder 160€ pro Stunde anberaumt, ergibt sich für die gesamte Therapie eine Kostenspannweite von 360€ bis 1920€.

Abgerechnet wird von Stunde zu Stunde. Somit verteilen sich die Kosten (bei zwei Sitzungen pro Monat) über einen Zeitraum von etwa drei Monaten.

Du hast also Zeit, die Erfolge der einzelnen Sitzungen zu eruieren und zu entscheiden, ob Kosten und Nutzen für dich im richtigen Verhältnis stehen.

Fazit

Wer die Zeichen einer Bedrohung für die eigene Seele zur rechten Zeit erkennt und sich nicht gleich die Diagnose eine psychischen Störung ans Bein binden will, für den ist ein Gang zum privaten Psychotherapeuten eine echte Alternative.

Wir bieten unseren Klienten die kurzfristige Möglichkeit eines Termins und können auf ein umfangreiches Therapieangebot zurückgreifen, welches sich wiederum in seiner Länge und Intensität an die Bedürfnisse des Klienten anpassen lässt.

Unsere Praxen sind auf höchste Diskretion für den Klienten ausgelegt und wir unterliegen genauso der Schweigepflicht wie auch jeder andere Arzt und Therapeut.


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